Die Qual der Wahl - Beziehungsmodelle
Den wenigsten Leuten ist es heut zu Tage bewusst, aber es gibt mehrere Beziehungsmodelle. Viele Menschen wählen den klassischen Weg und ziehen zusammen in eine gemeinsame Wohnung. Hier möchte ich euch unabhängig vom finanziellen Aspekten mehrere Möglichkeiten einer Beziehung aufzeigen.
1. Modell - klassische Fernbeziehung
Diesen Modell wird vom Mainstream "verflucht". Man wohnt Kilometer weit auseinander und sieht sich kaum. Es gibt nicht wenige Stimmen, die meinen, dass es nicht mal eine richtige Beziehung sei. Dieses Modell kann jedoch sehr gut funktionieren. Gerade für Personen für die eine Beziehung nicht so wichtig ist und Freiraum eine große Bedeutung hat. Dieses Beziehungsmodell trifft besonders auf Leute zu, die aus beruflicher Sicht viel reisen müssen oder in ihrer Arbeit oder einem Hobby sehr eingebunden sind, aber trotzdem ohne eine Partnerschaft glücklich sind. Der große Vorteil dieses Beziehungsmodells ist, dass über Jahre hinweg jedes Treffen immer etwas sehr schönes ist und der Gewöhnungseffekt sich länger hinzieht.
2. Modell - das Kernlernphase-Modell
Dieses Beziehungsmodell dürfte den meisten Leuten bekannt sein. Man lernt sich meist in der nahliegenden Umgebung kennen, trifft sich öfters und kommt dann mal mehr mal weniger früh zusammen. Dennoch bestehen getrennte Wohnungen und man sich nicht jeden Tag in der Woche. An dieser Stelle funktionieren Beziehungen noch recht häufig. Die Spannung in der Beziehung wird aufrecht gehalten und jeder kann unabhängig vom anderen sein eigenes Leben führen. Der Gewöhnungseffekt tritt hier erst nach mehreren Jahren ein. Gerade für Personen, die ein entsprechendes Nähebedürfnis haben und für die, die Partnerschaft sehr wichtig ist, ist dieses Modell auf Dauer nichts. Hier kann man früher oder später zusammen wohnen.
3. Modell - WG Modell
Jeder kennt es, dass Studenten oft in einer WG wohnen in welcher jeder seinen eigenen Wohnbereich hat. Warum kann man dieses Modell nicht einfach auf eine Beziehung übertragen? Im Normalfall sind die beiden Partner mal mehr mal weniger verschieden. Um sich jedoch weiterhin trotz Nähe frei entfalten zu können, empfehle ich jedem, wem seine eigene Persönlichkeit wichtig ist, sein eigenes Zimmer zu haben. In diesem Zimmer sollte der Partner sich ausleben können wie er will und seine eigene kleine "Insel" für sich haben. Hier sind Nähe und Freiraum in einer Wohnung zusammen. Für Partner, die so viel gemeinsam haben, kann ich jedoch das andere Extremmodell empfehlen: die klassische Beziehung.
4. Modell - die klassische Beziehung
Dieses klassische Modell nehmen immer noch viel zu viele Paare und sind sich nicht bewusst, was sie sich damit antun. Hier wohnt man so zusammen, dass man alles miteinander teilt und sehr wahrscheinlich Kompromisse eingehen muss. Dieses Modell empfehle ich nur Personen, die ein sehr großen Nähebedürfnis zu ihrem Partner haben und wo man nahezu identische Meinungen, Hobbys und generell Lebensauffassungen mit dem Partner hat. Hier dürfte der Partner gleichzeitig auch der beste Freund sein. Die Beziehung hat in diesem Modell eine sehr große Bedeutung. Dieses Modell sollte man jedoch viel weniger verwenden, da jeder Mensch einfach aufgrund der Herkunft und Entwicklung verschieden ist.
Probiert es aus und redet mit eurem Partner darüber
Es gehört sicherlich zum Selbstfindungsprozess dazu, dass man sich im Laufe des Lebens für eines dieser vier Modelle entscheidet und dieses auch ehrlich mit seinem Partner kommuniziert. Jedes Modell hat seine Daseinsberechtigung und kann je nach Typ angewendet werden. Wichtig ist es vor allem seinen eigenen Weg zu gehen und sich nicht von der Gesellschaft, welche überwiegend Modell Nr. 4 in Betracht zieht, zu folgen. Wenn sich für eine Beziehung entscheidet, ist eins der wichtigsten Punkte überhaupt das richtige Beziehungsmodell für sich zu wählen und einen Partner zu finden, welcher die selbe Auffassung teilt.